Abbildung des Familienwappens
   Familie Lösse

   Jungferngut
Eine Liebeserklärung an den Baustoff Holz

Schon beim Betreten des alten Schafstalls fühlt man die besondere Stimmung, die von den zahlreichen, dort verbauten Hölzern ausgeht. Es duftet angenehm, das Raumklima lädt zum Verweilen ein und das Auge erfreut sich an den warmen Farben und sanft geschwungenen Maserungen der vielen unterschiedlichen Holzarten, die sich in Böden, Decken und freiliegenden Balken wieder finden.

Beim Umbau des ehemaligen Stallgebäudes zu einem repräsentativen und zugleich gemütlichen Festsaal haben wir ausschließlich Holz aus dem eigenen Wald verwendet. Besonders die neu eingezogenen Dachbalken verdienen eine genaue Betrachtung: Hier ist keiner wie der andere – jeder Balken wurde aus einer anderen Holzart gearbeitet. So kann man im direkten Vergleich die Unterschiede der einzelnen Hölzer erleben und erraten, welcher Baum sich hinter jedem einzelnen Balken verbirgt. Wer das eigene Haus mit sichtbaren Balken ausstatten möchte, kann hier sehen, wie die unterschiedlichen Hölzer wirken und interessante Anregungen für die Gestaltung des eigenen Hauses gleich mitnehmen.

Auch der neu eingezogene Zwischenboden ist etwas ganz besonderes: Er wurde in Brett-Stapelbauweise aus Massivholz errichtet. Einzelne Bretter wurden zu diesem Zweck hochkant stehend aneinandergenagelt, so dass eine tragfähige Decke entstanden ist. Die eine Seite der senkrechten Bretter bildet den Fußboden des Obergeschosses und wurde nach Fertigstellung glatt gehobelt und gewachst. Damit entstand in einem einzigen Arbeitsgang eine belastbare Zwischendecke und ein dekorativer Massivholzfußboden im Obergeschoss.

Die Schall- und Wärmeschutzeigenschaften solcher Brett-Stapel-Konstruktionen sind hervorragend, so dass diese ökologische Art des Bauens immer häufiger bei Passiv- und Niedrigenergiehäusern eingesetzt wird.